
Nicht mehr allzu lange, dann kommen neue The Clone Wars-Abenteuer, The Force Unleashed II und... Knight Errant. Things from another World hatte Gelegenheit, mit John Jackson Miller darüber zu sprechen. Hier einige Auszüge:
Herr Miller, wie sind Sie zum Schreiben von Krieg der Sterne-Comics geworden?
Seit ich denken kann, bin ich Comicsammler. Am Anfang habe ich für diverse Magazine gearbeitet, mehrere Jahre lang war ich Redakteur eines Magazins für Comichändler. Später habe ich den Comics Buyers Guide betreut und einige Preisführer geschrieben.
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Auf die andere Seite bin ich 2003 übergewechselt. Für Marvel habe ich Crimson Dynamo geschrieben und danach ein Jahr lang Iron Man. Später habe ich ein Simpsonsheft für Bongo verfasst, und danach habe ich mich einfach bei Dark Horse gemeldet und gefragt, ob sie jemanden bräuchten, der einen Lückenfüller für sie schreibt. Das Heft, was ich dann tatsächlich übernommen habe, war eine der letzten Heftausgaben von Star Wars: Empire. Allerdings stand Dark Horse da schon in den Startlöchern für den Neustart aller Serien zum 20. Firmenjubiläum, und Randy Stradley fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, eine neue Comicreihe zu machen, die auf der Epoche der Alten Republik basieren sollte, d.h. auf den Knights of the Old Republic-Spielen und den Tales of the Jedi-Comics.
Wie ist die Grundidee für die Knights of the Old Republic-Comics entstanden?
Angefangen hat es mit Zayne Carrick. Wir wollten die Geschichte dieses nicht wirklich begabten Jedi-Schülers erzählen, und nachdem wir wussten, was wir machen wollten, haben wir uns den Handlungszeitpunkt ausgeguckt: Zwischen den alten Comics und den Spielen. Die Serie lief dann vier Jahre lang und hat es auf 50 Hefte gebracht, 51, wenn man die Startausgabe mitzählt, und 52, wenn man auch noch das dazugehörige Handbuch hineinrechnet.
[...]
Was haben Sie nach Knights of the Old Republic gemacht?
Interessanterweise haben die Comics verschiedene Türen für mich geöffnet. Ich habe das Rollenspielbuch zu Knights of the Old Republic für Wizards of the Coast mitverfasst und einige Kurzgeschichten für StarWars.com geschrieben. All das hat dazu beigetragen, dass ich jetzt für Del Rey Romane schreiben kann. Das alles ist letztes Jahr passiert, als wir uns überlegten, was wir nach dem Ende von Knights of the Old Republic machen sollten. Da kam auch Knight Errant in Gang, wobei diese Idee definitiv bei Dark Horse ihren Anfang genommen hat. Randy wollte eine Serie eine Generation vor den Darth-Bane-Romanen ansiedeln, zu einer, wo es viele Sith gab. Gegen die wollte er eine einsame Jedi-Ritterin ins Feld führen, sie dort im Stich lassen und dann abwarten, was sie gegen all diese Sith-Lords ausrichten kann.
Wie haben Sie sich auf Knight Errant vorbereitet?
Ich habe mir den Zeitablauf angesehen und die Ereignisse dieser Epoche betrachtet. Und zusammen mit meinem Lektor David Marshall haben wir uns das ausgedacht, was im Oktober in die Läden kommen wird, die Knight Errant-Comicreihe. Aber noch bevor wir überhaupt an Knight Errant dachten, wurde ich geben, die Lost Tribe of the Sith-Kurzgeschichten für Del Rey zu schreiben. Diese Geschichten gehören zwischen die Fate of the Jedi-Romane. Als Del Rey sich das Material angesehen hatte, meinten sie zu mir, dass es auch einen Roman zu meiner neuen Comicreihe geben sollte und dass ich ihn schreiben sollte, um zu sehen, was aus diesem Miteinander von Roman und Comics entstehen würde.
Können Sie uns ein wenig mehr über Knight Errant verraten?
Das erste Heft erscheint am 13. Oktober, und die erste Geschichte heißt Aflame. Darin schicken wir unsere Hauptfigur Kerra Holt in diese endlose Weite hinaus, die von rivalisierenden Sith-Lords kontrolliert wird. Es gehört nicht viel dazu, Sith-Lord zu werden, denn eigentlich muss man sich bloß so nennen, und alle Sith-Lords glauben, die perfekte Geheimtaktik zu beherrschen, mit der sie die Republik in die Knie zwingen können.
Die Republik liegt zur gleichen Zeit in Fötusstellung unter ihrem Schreibtisch und macht sich ganz, ganz klein. Als Kerra in die Sith-Gebiete aufbricht, stellt sie schon bald fest, dass da draußen unglaubliche Mengen von Dingen auf sie warten. Sie weiß nicht, ob sie die Sith-Lords bekämpfen oder den Unterdrückten zur Flucht verhelfen sollte. Die Lage ist denkbar kompliziert, und genau das macht die Sache interessant. Kerra ist ein Mensch, der alles tun will, und hier ist das einfach nicht möglich.
[...]
Haben Sie die Comicserie zuerst geschrieben oder haben Sie mit dem Roman begonnen?
Das letzte Heft der ersten Teilgeschichte der Comics habe ich erst geschrieben, als ich mit dem Roman fertig war. Ich wollte alle Comics zuerst machen oder zumindest möglichst viele davon, um ein Gespür für diese Welt zu bekommen, aber das Ende der ersten Teilgeschichte wollte ich erst schreiben, nachdem ich den Roman erledigt hatte und wusste, wie alles zusammenpassen würde. Und natürlich blieb auf diese Weise auch noch genug Zeit, die Comicskripte ggf. zu ändern und anzupassen. Wir arbeiten da mit einem guten Vorsprung, um alle Details im Auge zu behalten.
Knight Errant spielt 1032 Jahre vor der Schlacht von Yavin. Wieso wollten Sie Ihre Geschichte genau zu diesem Zeitpunkt ansiedeln?
Das genaue Jahr ist nicht entscheidend, sondern das Jahrtausend vor Episode I. Wir sind eine Generation vor Jedi vs. Sith, also werden wir kein Problem mit diesen Leuten bekommen. Wir sind gerade weit genug davon weg, und das ganz bewusst, denn ich wollte möglichst weit vor Jedi vs. Sith loslegen, ohne dabei aber Zeit zu verschwenden, die ein anderer Autor vielleicht noch einmal verwenden möchte. Trotzdem sind wir damit an einem Zeitpunkt, mit dem Leser der Darth-Bane-Romane oder von Jedi vs. Sith vertraut sind. Sie werden wissen, dass in dieser Epoche jede Menge Sith-Lords gegeneinander kämpfen und wegen dieser Kämpfe absolut keine Fortschritte erzielen. Das ist ein Thema unserer Geschichte.
Kerra sieht sich nun vielen Fragen gegenüber. Kann sie sich bsp. mit einem Sith gegen die anderen verbünden, oder ist das ein Riesenfehler? Denn dass sie diesen Leuten nicht vertrauen kann, ist klar. Im Gegenteil, die Sith machen andere Leute mit Begeisterung zu Werkzeugen ihres Willens. Und es gibt weitere Fragen: Soll Kerra einen der Sith-Lords ausschalten? Das würde den Leuten dort draußen eine Atempause verschaffen, aber keine besonders lange, denn wir sind im Sith-Gebiet, und überall im Umkreis lauern all die anderen Sith-Lords.
Also gäbe es ein Machtvakuum.
Richtig, und egal, was sie auch tut, sie wird Kettenreaktionen damit auslösen. Für ein Mädchen wie Kerra, ist das eine Riesenverantwortung - und sie ist praktisch ja nur ein Kind, gerade 18 Jahre alt. Und damit genauso alt wie Zayne Carrick am Anfang von Knights of the Old Republic, wenn auch in allen anderen Punkten grundverschieden. [...] Kerra und Zayne würden wohl nicht gerade gut miteinander klarkommen. Sie ist sehr viel fähiger als Zayne, schleicht aber nur ungern durch die Gegend. Verkleidungen liegen ihr nicht, verdeckte Einsätze ebenso wenig. Knights of the Old Republic war im Grunde ein einziger großer Schwindel. Alle schlichen durch die Gegend, Zayne trägt insgesamt 10 Kostüme in 50 Heften, Gryph genauso. Jarael hat neun unterschiedliche Kostüme... Sie nehmen alle einfach sehr viele Tarnidentitäten an.
Kerra liegt das überhaupt nicht, und deshalb bringen wir sie natürlich regelmäßig in Situationen, in denen Unschuldige Schaden nehmen würden, wenn sie sich ihrem Naturell entsprechend verhielte.
[...]
Sie sagten, es werde viele Sith-Lords in Knight Errant geben. Heißt das, wir kriegen auch eine Menge Sith-gegen-Sith-Kämpfe zu sehen?
Absolut, klar! Der Hauptkonflikt zu Beginn der Serie ist ein Kampf zweier Brüder. Die Sith bauen auf Selbstverherrlichung und die Unterwerfung anderer. Daiman und Odion haben das auf die Spitze getrieben. Daiman glaubt, die Welt drehe sich nur um ihn. Er hält sich für den Schöpfer des Universums und denkt, dass alle Leute in seiner Umgebung nur in seinem Geist existieren. Sie sind aus seiner Sicht also nur Wahnvorstellungen. Das Universum ist ein Spiel, das er in seinem Kopf geschaffen hat, und deshalb hat das Leben für ihn wenig Wert, weil aus seiner Sicht ja nur er selbst wirklich lebt.
Auf der anderen Seite glaubt Odion, dass nur er existieren sollte, und diesen Zustand versucht er, zu verwirklichen. Daiman hält sich also für den Schöpfer des Universums und Odion glaubt, dass er sein Zerstörer werden wird. Er liebt den Tod. Er ist von Leuten umgeben, die allesamt selbstmordgefährdet sind und deshalb mit Begeisterung für ihn sterben, weil sie das als ihre Rolle im Leben betrachten. Odion hat Macht über Menschen und bringt sie dazu, sich auf einen ehrenvollen Tod in seinen Diensten zu freuen. Wenn zwei Leute wie diese gegeneinander kämpfen, kann das nicht gut ausgehen, schon gar nicht, wenn man ins Kreuzfeuer gerät. Und natürlich gibt es noch weitere Sith-Lords, insofern ist eine Menge los.
Wird Kerra Holt die ganze Galaxis bereisen?
Die ganze Region mit Sicherheit. Ich will noch nicht verraten, wohin es sie überall verschlagen wird, aber wir werden Orientierungsmaßnahmen treffen. Ich arbeite mit Daniel Wallace und Jason Fry (den Machern des Star Wars Atlas) zusammen, um für StarWars.com ein Feature dazu zu erstellen. Im Grunde genommen habe ich ihnen eine Karte mit allen Schauplätzen gegeben, und vor dem Verkaufsstart des Romans werden wir auf der Seite zeigen, wo die Planeten liegen und wer oder was dort ist. Denn aktuell weiß niemand, wer diese Welten kontrolliert.
Toll an Knight Errant ist, dass diese Epoche die Atmosphäre des finstersten Mittelalters ausstrahlt. Die Sith kämpfen gegeneinander und haben durch ihre Kriegszüge dazu beigetragen, dass der technische Fortschritt zum Rückschritt geworden ist. Es gibt keine Massenmedien, niemand führt Aufzeichnungen über das, was am anderen Ende der eigenen Hyperraumroute passiert, und die Republik hat quasi das Internet abgeschaltet. Sie haben alle Kommunikationskanäle in diesen Teil der Galaxis deaktiviert, und das schließt den Riesenrechner ein, der die Lage der Hyperraumrouten funkt. Praktisch haben sie damit eine Firewall installiert, und das bereitet Kerra und ihren Verbündeten am Anfang große Probleme, weil sie einfach nicht wissen, was vor ihnen liegt. Im Endeffekt stellt sich dann heraus, dass das, was sie erwartet, ihre schlimmsten Befürchtungen übertrifft.
Gleichzeitig führt die Lage aber auch dazu, dass die Sith keine Fortschritte erzielen, weil die Grenzen in ständiger Bewegung sind. Das alles werden wir auf StarWars.com thematisieren. Und ich schreibe für die offizielle Seite eine kleine Vorschau-Kurzgeschichte, die vor dem ersten Comicheft veröffentlicht werden wird. Und das noch dazu ganz kostenlos.
Richtet sich Knight Errant in erster Linie an Stammleser oder werden auch Neulinge damit klarkommen?
Nun, die Geschichte steht komplett auf eigenen Beinen. Wir sind völlig allein da draußen, und deshalb werden wir unseren Lesern erst einmal alles erklären, was sie wissen müssen. Ich habe besonders darauf geachtet, dass wir nichts machen, nur um Verbindungen zu schaffen. Es ist die gleiche Galaxis, aber in den 30, 32 Jahren zwischen Knight Errant und den Comics und Romanen kann sich alles mögliche verändern. Gibt es Verknüpfungen? Sicher, klar. Es gibt eine Menge "Kontinuitäts-Eastereggs". Im Roman vielleicht sogar mehr als in den Comics. Das sind alles Dinge, die man glatt überliest, wenn man nichts darüber weiß, weil man es dann einfach für eine interessante Nebenbemerkung hält, mit der man allerdings nicht viel anfangen kann. Wir reden hier also nicht über offensichtliche Sachen wie, "Und hier ist jetzt Gryphs Restaurant aus der Kette, die er 3000 Jahre vorher gegründet hat". Es liegen einfach so große Zeiträume zwischen diesen Geschichten, dass es schwer ist, Spontanverknüpfungen dieser Art einzubauen.
[...]
Weitere Infos zum Knight Errant-Roman findet ihr in unserer Literaturecke.
Die offizielle Seite berichtete bereits gestern über ein anpassbares Clone Wars-Buch:
Achtung, Clone Wars-Leser in Großbritannien! Die innovativen Köpfe bei Penguin und Penwizard haben sich zusammengetan, um das erste, individualisierbare Star Wars: The Clone Wars-Buch zu ermöglichne. Erstmals können Clone Wars-Fans damit an der Seite ihrer Lieblingshelden und -schurken ein Abenteuer bestehen. [...]
The Way of the Warrior erzählt eine aufregende Geschichte, in der eine anpassbare Hauptfigur all ihren Mut und ihre Fähigkeiten zusammennimmt, um einen bösen Kopfgeldjäger auszutricksen. Um eine Hauptfigur zu erstellen, gilt es zunächst, sich für eine Seite zu entscheiden, um entweder als Jedi für die Republik oder als Sith für die Mächte der Finsternis in Erscheinung zu treten. Weitere Anpassungsmöglichkeiten bietet das Aussehen der Hauptfigur: Gesicht, Frisur und Haarfarbe können verändert werden. Der fertige Held oder Schurke wird dann an der Seite von Figuren wie Yoda, Anakin und Dooku in der Geschichte auftauchen. Soll das fertige Buch ein Geschenk sein, kann auch noch eine persönliche Botschaft eingefügt werden.

The Way of the Warrior ist ideal für Clone Wars-Fans aller Altersstufen und wird im Oktober zum Preis von 14,99 GBP zzgl. Porto und Verpackung erscheinen. Exemplare werden binnen 7 Arbeitstagen gedruckt und verschickt. Eine US-Fassung folgt im Herbst.
Interessenten können sich unter www.penwizard.co.uk/clonewars vormerken lassen.
EU-Cantina berichtet über die weiteren Pläne von Dark Horse:
In der ersten Ausgabe der neuen Minireihe Blood Ties - Jango and Boba Fett hat Randy Stradley angekündigt, dass danach eine zweite Minireihe unter dem Blood Ties-Siegel folgen wird, die sich mit neuen Figuren beschäftigt. Wortwörtlich heißt es:
Dies sollte eine einmalige Minireihe über Jango und Boba Fett werden, aber schon nach einem Heft haben Autor Tom Taylor und Zeichner Chris Scalf ihre Absicht bekundet, ihre Zusammenarbeit fortzusetzen. Deshalb startet nächstes Jahr eine weitere Blood Ties-Minireihe mit einem weiteren Paar berühmter (oder berüchtigter) Krieg der Sterne-Figuren, die per Blutsbande miteinander verbunden sind.
Damit stehen nun 6 der 8 neuen Krieg der Sterne-Comicreihen fest, die Randy Stradley auf der Comic-Con in San Diego angekündigt hat. Invasion und Dark Times könnten allerdings ebenfalls darunter fallen:
- Knight Errant (von John Jackson Miller)
- Legacy - War (6teilige Minireihe von John Ostrander)
- Darth Vader and the Lost Command (5teilige Minireihe von Hayden Blackman)
- Crimson Empire III (6teilige Minireihe von Randy Stradley und Mike Richardson)
- The Old Republic: Blood of the Empire (Webcomic von Alexander Freed)
- Die noch namenlose zweite Blood Ties-Minireihe (von Tom Taylor)
Es ist keine große Überraschung, aber in den Dark-Horse-Foren hat Tom Hodges angekündigt, dass er, Pablo Hildago und Grant Gould an den Webcomics zur dritten Staffel von The Clone Wars arbeiten:
Ich arbeite momentan am Staffel-3-Comic. Ursprünglich wollten wir auch über den Sommer hinweg eine Geschichte bringen, aber es gab zuviel zu tun (vor allem die Celebration). Die erste Geschichte zur dritten Staffel wird deshalb eine in sich abgeschlossene Erzählung sein, die über mehrere Wochen veröffentlicht wird. Geschrieben habe ich sie mit Pablo Hidalgo zusammen, und auch die Zeichnungen sind von mir (koloriert werden sie von Grant Gould). Danach erfolgt der Übergang in das Kurzgeschichtenformat, das wir bei der ersten Staffel hatten, wobei wir der Geschichte der Serie aber nicht direkt folgen werden. Hier und da wird auch [Zeichnerin] Katie [Cook] einige Kapitel übernehmen.
Die Webcomics dürften wie gewöhnlich parallel zum Staffelstart am 17. September auf der offiziellen Seite veröffentlicht werden.
Bereits gestern hat die offizielle Seite einen umfangreichen Vorbericht aus Material der Celebration-Präsentation zum Sachbuch The Sounds of Star Wars veröffentlicht, das Ende September erscheinen wird. Hier einige Auszüge:
Ein Buch über Töne
Die große Welt der Toneffekte im geschriebenen Wort angemessen auszudrücken, ist kaum möglich. Deshalb war es für Ben Burtt auch nicht genug, nur über Töne zu schreiben: Der Leser musste in der Lage sein, zu den jeweiligen Abschnitten auch die richtigen Töne zu hören. Mit moderner Technik ist es inzwischen möglich, genau das zu tun, indem Tondateien in einem mitgelieferten Tonmodul gespeichert werden. Dazu illustrieren über 300 Fotos Szenen aus den Filmen und zeigen Burtt und seine Mitarbeiter bei Tonaufnahmen in freier Wildbahn und bei ihrer Arbeit im Tonstudio. Gleichzeitig kann man sich jeden einzelnen Toneffekt auch anhören, entweder mit dem eingebauten Lautsprecher oder aber, indem man einen Kopfhörer anschließt.
Eine "organische" Tonwelt
Als George Lucas Burtt für den ersten Krieg der Sterne-Film anwarb, hatte er genaue Vorstellungen für die Tonwelten seiner Phantasiegalaxie. Bis in die 70er-Jahre hinein, war die Toneffekt-"Sprache" von Science-Fiction-Filmen sehr elektronisch dominiert. Frühe Filme wie "Der Tag, an dem die Erde stillstand", "Alarm im Weltall" und "Krieg der Welten" wurden mit sauberen, elektronisch klingenden Toneffekten versehen, und die meisten Filme und Fernsehserien, die den großen Vorbildern nacheiferten, folgten dieser Tradition. Bereits bei Lucas' erstem Gespräch mit Burtt, verlangte er "organische Toneffekte" und ein "gebrauchtes Universum". Türen sollten quietschen, Raumschiffe rosten und Motoren nicht sauber starten. Burtt kam diesen Anforderungen nach, indem er Klänge aus der wirklichen Welt sammelte, anstatt nur mit seinem Synthesizer zu arbeiten. "Wir haben elektronische Klänge vewendet", so Burtt, "aber diese wurden in eine Welt organischer Töne eingebettet." Mit Tonquellen aus der Alltagswelt, erhielten die Effekte für die Zuhörer eine authentische Qualität, auch wenn sie nicht in der Lage waren, die eigentliche Tonquelle zu identifizieren. [...]Außerirdische und der Duke
- Krieg der Sterne-Legende Ben Burtt bei der Präsentation des Buchs auf der Celebration
Für die Mos-Eisley-Cantina musste Burtt eine ganze Bar voller unterschiedlicher Außerirdischer schaffen. Viele ihrer fremden Sprachen begannen mit Burtts eigener Stimme. "Als ich die Stimme von Erzwo entwickelte, hatte ich mit meiner eigenen Stimme gespielt, um verschiedene Geräusche zu erzeugen. Ich kann das allerdings unmöglich vor einem Publikum vorführen, denn das ist eine Sache für einen sehr, sehr dunklen Raum. Allerdings habe ich viel experimiert.", so Burtt. "Wir mischten in den Goldman-Studios einige Effekte ein, und ich suchte zu der Zeit in den Hinterzimmern und Abstellkammern der Studios regelmäßig nach interessantem Tonmaterial. Eines Tages fand ich dort im Müll einige weggeworfene Aufnahmeschnipsel von einer Nachvertonungssitzung mit John Wayne und Kirk Douglas." Die eigenartige Stimme von Garindan, dem langmäuligen Spion in Mos Eisley, entstand aus diesen Aufnahmen von John Wayne. "Es war nicht direkt seine Stimme, sondern das, was seine Stimme im Schaltkreis eines Rechners auslöste."
Waschbären in einer Badewanne
Sounds of Star Wars enthält eine Reihe ungewöhnlicher Tonquellen, die Burtt für seine Effektkreationen nutzte. Darunter fällt eine besonders auf, wird sie doch als "Waschbären in einer Badewanne" bezeichnet. "Tiere an einem ruhigen Ort zu isolieren, ist sehr schwierig. In einem Zoo oder auf einem Bauernhof ist es nie völlig ruhig, und man kann ein Tier auch nicht ins Tonstudio einladen. In diesem speziellen Fal haben wir die Waschbären ins Haus ihres Dompteurs gebraucht und sie in ein Badezimmer verfrachtet, weil das der ruhigste Raum des Hauses war. Sie versuchten natürlich sofort, zu entwischen, also steckten wir sie in die Wanne, bauten das Mikrofon auf und traten den Rückzug an. Das Band ließen wir dann eine Weile laufen." Die Waschbären wurden mit einigen Aufnahmen von Seeottern gemischt, um die Stimmen der Hässlinge aus Das Imperium schlägt zurück zu erzeugen.
[...]
Und manchmal dienen auch die Freunde und Familienangehörigen des Tondesigners als Tonquellen. Nachdem Pablo Hidalgo einen lärmenden, grässlich schreienden Toneffekt abgespielt hatte, erklärte er: "Dies war das Sando-Aqua-Ungeheuer, eines der größten Geschöpfe in den Krieg der Sterne-Filmen. Woher stammt der Toneffekt?"
Stolz verkündete Burtt: "Das war meine kleine Tochter Emma. Als sie etwa drei Monate alt war, neigte sie dazu, mit einem knurrenden Unterton zu schreien. Ich fand das faszinierend und habe sie natürlich aufgenommen. Und dachte sofort: 'Das nehme ich mal für ein Ungeheuer!' Ich verlangsamte die Aufnahme dafür, um das Geräusch der Größe und Massigkeit des Tiers anzupassen. Dahinter steckt eine echte schauspielerische Darbietung, die wohl heißen soll: Ich will Milch! Oder eine neue Windel."
Weiterführende Infos findet ihr u.a. in dieser Meldung oder Amazon.de für aktuell 43 € oder bei Amazon.com für aktuell knapp 30 € zzgl. Versandkosten vorbestellt werden.
Die offizielle Seite hat die Buchrückseite von Fate of the Jedi 6 - Vortex sowie den dazugehörigen Klappentext veröffentlicht:
[Spoiler-Warnung] markieren:
Nach einer verblüffenden Schicksalswende, haben Luke Skywalker und sein Sohn Ben beschlossen, gemeinsame Sache mit Angehörigen der Sith-Armada zu machen, die ausgesandt worden waren, sie zu töten. Zusammen haben sie das Ungeheuer Abeloth bekämpft, das junge Jedi-Ritter mit seinen Kräften scheinbar in den Wahnsinn treiben konnte. Jetzt ist Abeloth Geschichte, die Ritter sind wieder bei klarem Verstand und die Sith fallen in ihre alten Verhaltensmuster zurück und unternehmen einen verräterischen Anschlag auf Lukes Leben.
Aber Luke und Ben bleibt für einen Gegenschlag keine Zeit. Eine neue und noch heimtückischere Bedrohung ist im Aufwind begriffen und bedroht nicht nur die Jedi, sondern die gesamte Galaktische Allianz. Gelingt es den Skywalkers nicht zu überleben, um Alarm zu schlagen und weiterzugeben, was sie über Abeloth und die Sith in Erfahrung bringen konnten, wird die Galaxis leiden wie nie zuvor. Doch die notwendige Verstärkung für die Beiden steckt auf Coruscant fest, wo der politische Schicksalskampf zwischen dem Jedi-Rat und der Staatschefin der Galaktischen Allianz Natasi Daala seinen Höhepunkt erreicht hat.
Jetzt müssen Luke und Ben schleunigst die Flucht ergreifen und dabei die ebenso undurchschaubare wie gefährliche Sith-Schülerin Vestara Khai mit sich nehmen. Verfolgt von einem Großaufgebot von Sith-Kriegern, werden die Skywalkers schon bald auf dem Mond Pydyr in die Enge getrieben, eingekreist von ihren früheren Verbündeten und einem Mob wütender Fallanassi. Ein neuer Waffenstillstand ist jetzt womöglich ihre einzige Hoffnung. Doch kann man den Sith jemals wirklich trauen?
Das berühmteste Vater-Sohn-Gespann der Jedi ist hoffnungslos unterlegen, das interstellare Armageddon rückt immer näher, und der Galaxis läuft die Zeit davon!
[Spoiler-Ende]
Fate of the Jedi 6 - Vortex erscheint voraussichtlich am 7. Dezember und kann bei Amazon.de bereits vorbestellt werden.
Heute eröffnet Panini die Reise in die Tage der alten Republik und präsentiert den ersten Begleitroman zu The Old Republic:
Eine unheilvolle Allianz
(The Old Republic)
Autor: Sean Williams Originaltitel: The Old Republic - Fatal Alliance Zeitliche Einordnung: 4T Jahre vor der Schlacht von Yavin Verlag: Panini ISBN: 3-833-22036-8 Preis: 14,95 € Art: Taschenbuch, 320 Seiten Ersch.Termin: August 2010 Inhalt
Dreieinhalb Jahrtausende vor den Klonkriegen hat der Vertrag von Coruscant der Galaxis einen unsicheren Frieden zwischen der Galaktischen Republik und dem sich wieder regenden Sith-Imperium beschert. Da es aber sogar auf dem relativ friedlichen Planeten Alderaan immer häufiger zu Scharmützeln kommt, findet sich der Jedi-Orden in einer nur allzu bekannten Situation wieder, denn nun gilt es einmal mehr, die Republik vor einem offenen Krieg zu bewahren.
Der Schmuggler Jet Nebula ist auf einen Schatz gestoßen, der seine kühnsten Vorstellungen übertrifft, und die Hutten wollen ihn an den Meistbietenden verkaufen, wobei es ihnen gleich ist, ob nun die Republik oder das Imperium den Bieterkampf gewinnen. Beide Seiten erhoffen sich von dem Fund einen Vorteil in künftigen Kämpfen, doch die Sith sind nicht dafür bekannt, Verhandlungen zu führen. Und so schickt der Jedi-Rat einen Gesandten los, um die Angelegenheit zu untersuchen, während ein mysteriöser Mandalorianer Spuren eines alten Verbrechens nachjagt und ein Spion alle Seiten gleichzeitig übers Ohr haut. Was Jet gefunden hat, wird sie alle überraschen und keinen unverändert lassen.
2. Inhaltsangabe
Tassaa Bareesh, eine Matriarchin aus dem Verbrecherkartell der Hutten, hat eine Auktion organisiert, die das Interesse der gesamten Galaxis auf sich zieht. Vertreter beider Kriegsparteien, der Republik und des Sith-Imperiums, sind genauso vor Ort wie ein Jedi-Padawan, der die Veranstaltung im Auge behalten soll, ein Soldat, der unehrenhaft aus dem Schwarzstern-Elitekommando der Republik entlassen worden ist und ein rätselhafter Mandalorianer, der ganz eigene Ziele verfolgt. Doch der Vertreter der Republik ist nicht, was er zu sein vorgibt, der Abgesandte des Imperiums ist ein gnadenloser Zögling der Sith, der Jedi-Padawan will das Richtige tun, fürchtet aber zu versagen, der Soldat will seinen guten Ruf wiederherstellen und der Mandalorianer schafft es irgendwie, allen anderen stets einen Schritt voraus zu bleiben.
Dabei will im Grunde keiner von ihnen - ob nun eingeladen oder nicht - direkt an der Auktion teilnehmen. Stattdessen wollen sie den umkämpften Schatz - zwei verbrannte Trümmerteile eines explodierten Raumkreuzers, von denen eines den Schlüssel zu den Reichtümern einer ganzen Welt enthalten könnte - lieber stehlen, auch wenn der in einem Tresor eingeschlossen ist, den keiner von ihnen knacken kann.
Doch die Wahrheit über diese heißersehnte Kostbarkeit ist so gefährlich wie tödlich. Und am Ende müssen alle - die Sith, die Jedi, die Republik und das Imperium - etwas tun, was sie nie zuvor getan haben, etwas, zu dem keine Macht des Guten oder Bösen sie jemals zwingen konnte: Zusammenarbeiten, um eine gefährliche Bedrohung aufzuhalten, welche die Galaxis zerstören könnte.Dieses Buch ist auch auf englisch unter dem Titel The Old Republic: Fatal Alliance erschienen.
Das Buch wird eigentlich schon überall ausgeliefert, aber trotzdem der Standardhinweis: Bis das Buch in allen Läden liegt, kann es ggf. noch einige Tage dauern.
Planmäßig erscheint der letzte Knights of the Old Republic-Sonderband erst morgen, aber Panini brennt offenbar darauf, die Geschichte von Zayne Carrick und seinen Freunden zum Abschluss zu bringen:
Dämon
(Knights of the Old Republic VIII, Sonderband 57)
Autor: John Jackson Miller Originaltitel: Demon Zeitliche Einordnung: 4T Jahre vor der Schlacht von Yavin Verlag: Panini ISBN: 3-86607-971-0 Preis: 12,95 € Art: Broschiert, 100 Seiten Ersch.Termin: August 2010 Inhalt
Zurück in der legendären Alten Republik. Exakt 3963 Jahre vor der berühmten Schlacht um Yavin: Zayne Carrick und sein kongenialer Partner Gryph müssen die bittere Wahrheit über ihre Gefährten, die stürmische Jarael und den rätselhaften mandalorianischen Deserteur Rohlan, erfahren. Schwindel und Täuschung waren ein ständiger Begleiter ihrer vermeintlich eingeschworenen Gemeinschaft und zwar von dem Augenblick an, als Zaynes Flüchtlingsschicksal die Vier zusammen schweißte und auf den tollkühnsten Wegen quer durch die Galaxis führte! Doch die Vergangenheit holt das Abenteurer-Quartett rasch ein … und sie hat tödliche Gefahren im Gepäck …Dieses Buch ist auch auf englisch unter dem Titel Demon erschienen.
Als nächstes erscheint bei Panini am 21. September der Essentials-Band Der Sithkrieg, bevor es im Oktober mit der Comicadaption von The Force Unleashed II auch mit den Sonderbänden weitergeht.
Am kommenden Mittwoch, dem 25. August, wird in den USA die neueste Mini-Serie von Dark Horse starten: Blood Ties, bei der unter anderem der Autor von Invasion beteiligt ist, Tom Taylor. Die Handlung beschäftigt sich mit den beiden Fetts, Jango und Boba:
Kurz vor dem Beginn der Klonkriege schickt Count Dooku Jango Fett auf eine Mission, die gut zwanzig Jahre später das Leben von Boba Fett verändern wird. Aber im Moment weiß keiner von beiden, was die Zukunft bringt und außerdem haben sie alle Hände voll zu tun, Monstern zu entkommen und Schurken zu bekämpfen.
Der Verlag hat nun eine dreiseitige Vorschau veröffentlicht und ebenso das Cover im Großformat. Viel Spaß beim Stöbern!
Auf der Celebration hatten die Kollegen von EU-Cantina Gelegenheit, mit Autor Dan Wallace über sein Buch The Jedi Path zu sprechen und einen genaueren Blick auf das Werk zu werfen:
The Jedi Path erscheint als Amazon-exklusive Sonderedition am 28. September. Bei Amazon.com gibt es das Buch aktuell für knapp 50 € (zzgl. Versandkosten), bei Amazon.de seid ihr für 82,99 € mit dabei. Weitere Infos zum Inhalt und den Bonusgegenständen findet ihr in dieser Meldung.
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