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Tales of the Jedi – Die Jedi-Chroniken

Sie schrieben Geschichte und das buchstäblich: Mit den Tales-of-the-Jedi-Comics schufen Tom Veitch und Kevin J. Anderson die Vorzeit der Saga und setzten neue Maßstäbe der Star-Wars-Erweiterung.
Hugh Flemings Titelbild zum Sammelband von Darth Lords of the Sith© Lucasfilm

Während die Alte Republik dieser Tage ein beinahe gewöhnlicher Schauplatz von großen und kleinen Geschichten in Kinofilmen, Serien, Romanen, Comics, und natürlich Videospielen geworden ist, war jener einst blühende Staat, der schließlich vom Imperium verdrängt werden sollte, noch bis in die 90er Jahre hinein ein recht rätselhaftes Gebilde, das die Vorstellungskraft von Autoren und Künstlern bewegte. Ausgangspunkt all dieser Faszination waren die kurzen Verweise auf die goldenen Tage der Jedi im ersten Star-Wars-Film (Krieg der Sterne) und der Prolog der Romanadaption dieses Films, in dem es bereits 1976 geheißen hatte:

Die Alte Republik war die Republik der Legende, größer als Entfernung oder Zeit. Nicht nötig zu erwähnen, wo sie war, woher sie kam, nur zu wissen, dass sie … die Republik war.

So hätte es werden können: Vorstellungen der Alten Republik und ihrer Jedi entwickelte auch der spätere Tales-Titelbildzeichner Hugh Fleming, hier mit dem jungen Alec Guinness als Obi-Wan Kenobi.

Schon vor dem beispiellosen Erfolg von Dark Empire, seiner Sequel-Geschichte zur Klassischen Trilogie, war auch Autor Tom Veitch fasziniert von der noch gänzlich unerforschten großen Vergangenheit der Republik und ihrer Jedi-Beschützer. Sein erstes Konzept für ein neues, großes Star-Wars-Comic-Projekt hatte die Einführung einer ganzen Gruppe neuer Jedi-Figuren vorgesehen, die alle von der Hand oder im Auftrag Darth Vaders sterben sollten.

„Ich wollte die Tragik dieser Ereignisse allerdings dadurch ausgleichen, dass ich das Leben und den Charakter dieser weisen und mächtigen Jedi erforschte. Sie würden als Volkshelden gefeiert und ihr Tod als heroisch dargestellt werden. Die guten Menschen der Galaxis sollten um sie trauern.”

Da eine Erzählung aus der Endphase der Alten Republik und über Vaders Aktionen während der Jedi-Verfolgung beinahe automatisch mit George Lucas‘ zu dieser Zeit noch in der Anfangsphase befindlichen Prequel-Überlegungen kollidieren musste, war dieses Konzept abgelehnt worden, und Veitch hatte stattdessen vorgeschlagen, sich mit seiner Geschichte nach Die Rückkehr der Jedi-Ritter zu bewegen. Nun jedoch, nachdem dies so erfolgreich gelungen war, hatte nicht nur Veitch Lust, sich in noch unbekannteren Star-Wars-Zeitaltern umzutun.

Die Jedi sind ausgelöscht. Das Universum hat sie längst vergessen.

Gouverneur Tarkin

„Der Erfolg von Dark Empire gab uns das Selbstvertrauen, noch weiter von der Zeitlinie der klassischen Trilogie abzuweichen”, so Dark-Horse-Herausgeber Randy Stradley.


Christoph

Als SWUler der 2. Generation ist Christoph seit Sommer 2001 auf Star Wars Union aktiv und übernimmt inzwischen eher Aufgaben hinter den Kulissen. Seine Liebe gehört der Lucas-Saga, dem Dunklen Imperium, der New-Jedi-Order-Buchreihe, der Entstehungsgeschichte des Kriegs der Sterne sowie Jyn Erso.

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1 Kommentar

  1. Snakeshit

    Toller Artikel, ich habe mich in den letzten Wochen auch sehr für diese Comicreihe interessiert, in Anbetracht des Mangold Films, der irgendwann mal (vielleicht) erscheinen soll, wollte ich mal sehen, was die Legends damals sich eigentlich für die Ursprünge des Jediordens gedacht hatten.

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